Inhaltsverzeichnis: Erdwärmepumpe Altbau – Nachhaltig heizen und Energiekosten senken
- 1. Was ist eine Erdwärmepumpe?
- 2. Eignet sich eine Erdwärmepumpe für den Altbau?
- 3. Vorteile einer Erdwärmepumpe im Altbau
- 4. Planung und Installation – so geht’s
- 5. Kosten und Wirtschaftlichkeit
- 6. Erdwärmepumpe und Photovoltaik – die perfekte Kombination
- 7. Fazit
Immer mehr Hausbesitzer suchen nach Möglichkeiten, ihre Heizkosten zu reduzieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Gerade im Altbau scheint dies oft eine Herausforderung zu sein – doch mit einer Erdwärmepumpe im Altbau lassen sich enorme Einsparungen erzielen. Dank moderner Technik können selbst ältere Gebäude von dieser nachhaltigen Heizlösung profitieren.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie eine Erdwärmepumpe funktioniert, welche Vorteile sie im Altbau bietet, worauf Sie bei der Planung achten müssen und warum sich die Investition langfristig lohnt.
1. Was ist eine Erdwärmepumpe?

Eine Erdwärmepumpe nutzt die gespeicherte Wärmeenergie im Erdreich, um Gebäude zu beheizen und Warmwasser bereitzustellen. Dabei wird über Erdsonden oder Erdkollektoren Wärme aufgenommen und über einen Wärmetauscher ins Heizsystem geleitet. Das Prinzip ist vergleichbar mit einem Kühlschrank – nur umgekehrt: Statt Wärme zu entziehen, wird sie ins Haus gebracht.
2. Eignet sich eine Erdwärmepumpe für den Altbau?

Viele denken, Wärmepumpen seien nur für Neubauten geeignet, doch das ist ein Irrtum. Auch in Altbauten kann eine Erdwärmepumpe hervorragend funktionieren – vorausgesetzt, bestimmte Bedingungen werden erfüllt:
- Gute Dämmung: Eine energetische Sanierung (z. B. neue Fenster, Dämmung von Dach und Fassade) senkt den Wärmebedarf und macht den Betrieb effizienter.
- Geeignetes Heizsystem: Niedertemperaturheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen sind ideal, aber auch modernisierte Heizkörper können passen.
- Ausreichend Platz: Für Erdsonden ist eine Tiefenbohrung nötig, für Flachkollektoren eine größere freie Fläche im Garten.

3. Vorteile einer Erdwärmepumpe im Altbau

3.1. Niedrige Heizkosten
Die Wärmepumpe nutzt kostenlose Energie aus dem Erdreich, sodass nur der Stromverbrauch für den Betrieb anfällt. In Verbindung mit einer eigenen Photovoltaikanlage lassen sich die laufenden Kosten noch weiter senken.
3.2. Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen
Wer eine Erdwärmepumpe im Altbau installiert, macht sich unabhängig von Öl oder Gas und schützt sich vor schwankenden Energiepreisen.
3.3. Umweltfreundlich heizen
Wärmepumpen stoßen vor Ort kein CO₂ aus und helfen, den persönlichen CO₂-Fußabdruck zu reduzieren.
3.4. Erdwärmepumpe im Altbau: Langlebigkeit
Erdwärmepumpen haben eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren und sind somit eine langfristige Investition.
4. Planung und Installation – so geht’s

- Energieberatung: Lassen Sie Ihren Altbau von einem Fachplaner oder Energieberater prüfen.
- Bodenanalyse: Der Wärmetauscher im Erdreich benötigt bestimmte geologische Bedingungen – hier hilft eine Voruntersuchung.
- Angebote vergleichen: Holen Sie mehrere Angebote von zertifizierten Fachfirmen ein.
- Fördermöglichkeiten nutzen: In Deutschland fördert die BAFA die Installation mit attraktiven Zuschüssen, die bis zu 70 % der Kosten decken können.
5. Kosten und Wirtschaftlichkeit

Die Investition in eine Erdwärmepumpe liegt je nach Ausführung und Bohrtiefe meist zwischen 18.000 und 30.000 Euro. Dank staatlicher Förderungen und der deutlich niedrigeren Heizkosten amortisiert sich die Anlage oft schon nach 8 bis 12 Jahren.
6. Erdwärmepumpe und Photovoltaik – die perfekte Kombination

Wenn Sie eine Erdwärmepumpe im Altbau mit einer PV-Anlage kombinieren, können Sie den Strom für den Betrieb weitgehend selbst erzeugen. Das erhöht die Unabhängigkeit und senkt die Betriebskosten noch einmal deutlich.
7. Erdwärmepumpe im Altbau: Fazit

Eine Erdwärmepumpe im Altbau ist eine nachhaltige, kosteneffiziente und zukunftssichere Heizlösung. Mit der richtigen Planung, einer guten Dämmung und der Unterstützung durch erfahrene Fachfirmen lässt sich auch in älteren Gebäuden moderner, klimafreundlicher Heizkomfort umsetzen.
Wer den Schritt wagt, profitiert von langfristig niedrigen Energiekosten, steigert den Wert seiner Immobilie und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Quellen:
- Tagesschau – Wärmepumpe auch ohne Sanierung möglich
- Tagesschau: Effizient heizen mit der Wärmepumpe?



