Wärmepumpe Strompreis – bei diesem Thema denken viele Hausbesitzer sofort an hohe Stromkosten. Doch bevor Sie sich vom Stromverbrauch einer Wärmepumpe abschrecken lassen, sollten Sie eine andere Frage stellen:
Was kostet Ihre alte Heizung eigentlich jedes Jahr?
Denn eine alte Gas- oder Ölheizung arbeitet nicht kostenlos. Sie benötigt große Mengen Brennstoff, verliert einen Teil der eingesetzten Energie und verursacht zusätzlich Kosten für Wartung und Reparaturen.
Eine Wärmepumpe benötigt zwar Strom – sie nutzt dafür aber zusätzlich kostenlose Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Preis einer Kilowattstunde Strom, sondern vor allem, wie viel Strom benötigt wird, um die gewünschte Wärmemenge zu erzeugen.
Wärme mit Konzept zeigt in eigenen Beispielrechnungen, dass eine Wärmepumpe je nach Jahresarbeitszahl aus 1 kWh Strom mehrere Kilowattstunden Wärme erzeugen kann.
Schauen wir uns das einmal mit einer einfachen Beispielrechnung an.
Inhaltsverzeichnis
- Alte Heizung: Wo das Geld jedes Jahr verschwindet
- Wärmepumpe Strompreis: Die einfache Beispielrechnung
- Warum der Stromverbrauch der Wärmepumpe entscheidend ist
- Was passiert bei einer alten Gasheizung?
- Photovoltaik kann die Rechnung zusätzlich verändern
- Fazit: Nicht nur auf den Strompreis schauen
1. Alte Heizung: Wo das Geld jedes Jahr verschwindet

Nehmen wir ein Einfamilienhaus, das jedes Jahr ungefähr 20.000 kWh Wärme für Heizung und Warmwasser benötigt.
Bei einer älteren Gasheizung wird dafür eine entsprechend große Menge Erdgas benötigt. Nicht jede Kilowattstunde Gas wird dabei eins zu eins als nutzbare Wärme im Gebäude verfügbar.
Für unsere vereinfachte Beispielrechnung nehmen wir deshalb einen Nutzungsgrad von 90 % an.
Das bedeutet:
20.000 kWh benötigte Wärme ÷ 0,90 = rund 22.222 kWh Gas
Nehmen wir für die Rechnung beispielhaft einen Gaspreis von 12 Cent pro kWh an:
22.222 kWh × 0,12 € = 2.667 € pro Jahr
Damit liegen die reinen Energiekosten unserer Beispiel-Gasheizung bei rund 2.667 € pro Jahr.
Und das ist noch nicht alles.
Dazu können Wartung, Schornsteinfeger, Reparaturen und weitere laufende Kosten kommen.
Die tatsächlichen Kosten sind natürlich von Gebäude, Verbrauch, Heizungsanlage und Energiepreis abhängig. Die Rechnung dient deshalb ausschließlich dazu, das Prinzip zu verdeutlichen.
2. Wärmepumpe Strompreis: Die einfache Beispielrechnung

Jetzt kommt die Wärmepumpe ins Spiel.
Unsere Ausgangssituation bleibt gleich:
Benötigte Wärme: 20.000 kWh pro Jahr
Nehmen wir für die Wärmepumpe eine beispielhafte Jahresarbeitszahl von 4 an.
Das bedeutet vereinfacht:
Aus 1 kWh Strom entstehen im Jahresmittel 4 kWh Wärme.
Die benötigte elektrische Energie beträgt damit:
20.000 kWh ÷ 4 = 5.000 kWh Strom
Jetzt setzen wir für die Beispielrechnung einen Strompreis von 30 Cent pro kWh an:
5.000 kWh × 0,30 € = 1.500 € pro Jahr
Damit sieht unser vereinfachter Vergleich so aus:
| Alte Gasheizung | Wärmepumpe | |
|---|---|---|
| Benötigte Wärme | 20.000 kWh | 20.000 kWh |
| Angenommene Effizienz | 90 % | JAZ 4 |
| Energieverbrauch | ca. 22.222 kWh Gas | 5.000 kWh Strom |
| Angenommener Energiepreis | 0,12 €/kWh | 0,30 €/kWh |
| Energiekosten/Jahr | ca. 2.667 € | ca. 1.500 € |
| Unterschied | ca. 1.167 € |
In diesem Beispiel würde die Wärmepumpe rund 1.167 € weniger Energiekosten pro Jahr verursachen.
Aber Vorsicht:
Das ist keine allgemeingültige Einspargarantie.
Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von der Effizienz der Wärmepumpe, dem Gebäude, der Vorlauftemperatur, dem individuellen Wärmebedarf und den tatsächlichen Energiepreisen ab.
Genau deshalb sollte eine Wärmepumpe immer individuell geplant werden.
3. Wärmepumpe Strompreis: Warum der Stromverbrauch der Wärmepumpe entscheidend ist

Der Begriff Wärmepumpe Strompreis kann etwas irreführend sein.
Denn der Strompreis allein entscheidet nicht darüber, wie teuer das Heizen wird.
Viel wichtiger ist die Kombination aus:
Strompreis × Stromverbrauch der Wärmepumpe = Heizstromkosten
Und der Stromverbrauch wiederum hängt maßgeblich von der Effizienz der Anlage und dem Gebäude ab.
Eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 4 benötigt beispielsweise für 20.000 kWh Wärme etwa 5.000 kWh Strom.
Bei einer Jahresarbeitszahl von 3 wären es dagegen:
20.000 ÷ 3 = 6.667 kWh Strom
Bei 30 Cent pro kWh wären das bereits rund:
2.000 € Stromkosten pro Jahr.
Das zeigt:
Nicht jede Wärmepumpe verursacht automatisch dieselben Stromkosten.
Gebäudedämmung, Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizflächen und die Qualität der Planung spielen eine entscheidende Rolle.
Wärme mit Konzept nennt für moderne Wärmepumpen typische Einflussfaktoren wie Gebäudegröße, Dämmung, Heizsystem und Jahresarbeitszahl.
4. Was passiert bei einer alten Gasheizung?

Eine alte Heizung kann auf den ersten Blick günstig wirken.
Sie läuft schließlich bereits seit Jahren.
Doch genau hier wird häufig nur auf die Anschaffungskosten geschaut.
Eine bestehende Heizung verursacht jedes Jahr laufende Kosten:
- Brennstoff
- Wartung
- Reparaturen
- Schornsteinfeger
- eventuell Ersatzteile
- steigende Anforderungen an die alte Technik
Wenn der Heizkessel beispielsweise bereits viele Jahre alt ist, kann eine Reparatur schnell zur Frage führen:
Noch einmal Geld in die alte Heizung stecken – oder jetzt auf ein effizienteres System umsteigen?
Auch deshalb lohnt sich eine Vergleichsrechnung.
Dabei sollte nicht nur der Kaufpreis einer neuen Wärmepumpe betrachtet werden. Entscheidend ist vielmehr die Kombination aus Investition, Förderung, laufenden Energiekosten und langfristigem Betrieb.
Wärme mit Konzept bietet verschiedene Wärmepumpenlösungen an und kombiniert diese auf Wunsch mit Photovoltaik, Stromspeicher und Energiemanagement. Das Unternehmen beschreibt sein Konzept als ganzheitliche Lösung für eine effizientere Energieversorgung.
5. Wärmepumpe Strompreis: Photovoltaik kann die Rechnung zusätzlich verändern

Und jetzt wird es für viele Hausbesitzer besonders interessant.
Denn eine Wärmepumpe benötigt Strom.
Eine Photovoltaikanlage kann Strom erzeugen.
Warum also nicht beides miteinander verbinden?
Natürlich produziert eine PV-Anlage nicht jederzeit genau dann Strom, wenn die Wärmepumpe ihn benötigt. Deshalb spielen Eigenverbrauch, Speicher, intelligente Steuerung und das individuelle Verbrauchsprofil eine wichtige Rolle.
Trotzdem kann selbst erzeugter Solarstrom die Abhängigkeit vom Netzstrom reduzieren.
Wärme mit Konzept verbindet deshalb Wärmepumpen unter anderem mit Photovoltaik, Stromspeichern und Energiemanagement. Auf der Unternehmensseite wird beispielsweise ein Gesamtkonzept mit Wärmepumpe, PV-Anlage, Stromspeicher und intelligentem Energiemanagement beschrieben.
Damit verändert sich die Rechnung:
Nicht nur
„Was kostet eine Kilowattstunde Strom?“
sondern auch:
„Wie viel meines benötigten Stroms kann ich selbst erzeugen und sinnvoll nutzen?“
Genau hier liegt der Vorteil einer ganzheitlichen Planung.
6. Fazit: Nicht nur auf den Strompreis schauen

Der Wärmepumpe Strompreis ist wichtig – aber er erzählt nur einen Teil der Geschichte.
Wenn eine Wärmepumpe effizient arbeitet, benötigt sie deutlich weniger elektrische Energie, als man zunächst vermuten könnte. In unserer Beispielrechnung wurden für 20.000 kWh Wärme bei einer Jahresarbeitszahl von 4 lediglich 5.000 kWh Strom benötigt.
Die alte Gasheizung benötigte unter unseren vereinfachten Annahmen dagegen rund 22.222 kWh Gas.
Bei den angenommenen Energiepreisen ergibt sich daraus ein deutlicher Unterschied bei den jährlichen Energiekosten.
Aber: Das Ergebnis kann bei einem anderen Gebäude, einer anderen Wärmepumpe oder anderen Energiepreisen deutlich anders ausfallen.
Deshalb sollte niemand eine Wärmepumpe allein anhand einer Internet-Rechnung kaufen.
Die entscheidende Frage lautet:
Wie sieht die Rechnung für MEIN Haus aus?
Genau hier kommt eine professionelle Planung ins Spiel. Wärme mit Konzept bietet Wärmepumpenlösungen und betrachtet auf Wunsch auch Photovoltaik, Stromspeicher und Energiemanagement als Teil eines Gesamtkonzepts.
Wenn Sie wissen möchten, wie hoch Ihr tatsächlicher Wärmebedarf ist, welchen Stromverbrauch eine Wärmepumpe bei Ihnen ungefähr haben könnte und welche Lösung zu Ihrem Gebäude passt, lohnt sich eine individuelle Beratung.
Nicht nur den Strompreis anschauen. Das gesamte Energiekonzept rechnen.
Quellen:
- Heizung.de: Wie viel kann eine neue Heizung kosten?



